Welcome to Western Australia

By Ruben • Australienreise, Suedkueste • 7 Feb 2012

8GB mehr Bilder, 18 Tage und ca. 3300km spaeter kommt mal wieder ein Blogeintrag von mir 😉

Da die Zeit im Internet immer ein wenig knapp ist ist der Text von Stephan geschrieben worden waehrend ich einige Bilder aussuchte.

Adelaide haben wir mittlerweile schon sehr sehr lange hinter uns gelassen und sind nun mehr als 3000km weiter in Richtung Westen und Norden gekommen. Kurz: In der Gegend von Perth in Western Australia.

Zwischendrin haben wir wieder viel zu viel gesehen und erlebt, um hier alles aufschreiben zu koennen, aber das Wichtigste wird wie gewohnt einfach wieder zusammengefasst :)

Nach Adelaide ging es an der Kueste entlang erstmal Richtung Norden bis zur Eyre Peninsula. Wir entschieden uns fuer die noerdliche Route, da wir dort einen Nationalpark anschauen wollten. Hier war allerdings off-season, da es um die 40C hatte und deshalb waren wir voellig alleine in einem 140000ha grossen Nationalpark mit wunderschoenen Granitfelsen, wilden Kaengurus und Emus und einer grausigen dirtroad, die unserem Wagen sicher nicht die angenehmste Massage bereitet hat. Santa F15 nennen wir mittlerweile unseren treuen Freund und Begleiter – unseren wunderbaren Ford Falcon, der bisher keine Probleme gemacht hat: Die 6 Zylinder schnurren wie eine Katze! Auf dem Bild koennter ihr uebrigens die „Organ Pipes“ sehen, die Stephan selbstverstaendlicherweise spielen musste :P

Nach dem Nationalpark stand dann die grosse Reise Richtung Westen an – die Nullarborebene. Tausende von Kilometern gibt es dort nur Outback, Karstlandschaft, Hitze, Roadtrains und eine Strasse, auf der wir entlangtuckerten. Roadtrains sind LKWs mit bis zu 55m Laenge, d.h. Lastwagen mit bis zu einem Auflieger und drei Anhaengern kamen uns entgegengeschossen, was sehr eindrucksvoll war.

Beide Bilder haben wir uebrigens in der Nullarbor geschossen: Die drei Schilder auf dem Bild stehen in der Nullarbor ueberall herum – nur die Tiere in echt sahen wir leider nicht und auf der laengsten Strasse Australiens, die nur schnurstracks geradeaus fuehrt waren wir dann auch noch!

Mit dem Wetter hatten wir in der Zeit ziemlich Glueck – es war bewoelkt. Der Hitze hat das nicht viel entgegengewirkt, aber die direkte Einstrahlung der erbarmungslosen Sonne wurde Gott sei Dank etwas abgeschwaecht, weshalb wir mit unserem Wasservorrat von 60l noch viel laenger haetten durchhalten koennen.

Auf dem Weg durch den Nullarbor sind wir dann ueber die Grenze von South Australia nach Western Australia gekommen, was fuer uns wieder Zeitumstellung bedeutete. Ziemlich verwirrend, jeder sagte uns etwas anderes, weshalb wir einfach erstmal nach South Australia-Zeit weiterlebten, bis wir in den naechsten Ort kamen, was jedoch einige Tage in Anspruch nahm ;)

Am 26. Januar, dem Australia Day, kamen wir dann zurueck in die „Zivilisation“ – jedenfalls ein Ort von knapp 1000 Einwohnern. Eigentlich wird der Australia Day hier in den grossen Staedten richtig gefeiert, („celebrate what’s great“) aber im Outback bekamen wir davon leider nichts mit.

Nach einem weiteren Tagestrip kamen wir dann an die Suedkueste nach Esperance, wo unsere erste Anlaufstation natuerlich wieder die Tourist Info war. Hier bekamen wir wieder Karten ueber Karten und tolle Infos, weshalb wir unsere Route bis ganz nach Perth planen konnten.

Am naechsten Tag gings also los Richtung „Cape Le Grand Nationalpark“ bei wunderschoenem Wetter.

Was wir dort zu sehen bekamen war einfach nur der Oberhammer! Wir waren ueberwaeltigt von den schneeweissen Straenden mit vereinzelten Inselatollen im Hintergrund und dem vollkommen tuerkisenen Wasser. Jede Bucht war noch schoener als die andere – keine Frage, das waren die schoensten Straende, die wir je gesehen hatten. Hier gingen wir natuerlich baden und genossen das schoene Wetter und die unglaubliche Landschaft in vollen Zuegen und sahen dazu noch wilde Delphine direkt vor unserer Nase.

Die gesamte Suedkueste hat uns wahnsinnig gut gefallen mit all seinen wunderschoenen Straenden, wo ueberall nur sehr wenig los ist – kaum ein Tourist scheint sie wohl zu kennen. Hier auf dem Foto koennt ihr z.B. die Elephant Rocks bewundern.

Weiter auf dem Programm standen wieder einige Nationalparks, einer davon war inmitten der drittgroessten Baeume der Welt – den Karritrees. Mehr als 60m hoch sind sie und einen davon sind wir selbstverstaendlich hochgeklettert. Fette Naegel waren in den unglaublichen Stamm eingeschlagen, an denen wir hochstiegen – trotzdem alles ungesichert, was Konzentration und Ueberwindung erforderte und doch richtig Spass machte, die Aussicht von oben war grossartig!

Am suedwestlichsten Punkt Australiens trafen wir dann Stephans Kumpels Jens und Philipp, mit denen wir ein paar Tage verbrachten. Winetasting und Chocolate Factory sind wohl gute Stichpunkte, was wir so getrieben haben: In der Margaret River-Region gibt es hunderte von vineyards und kleine Familienbetriebe, die Schokolade und Kaese etc. herstellen, was man alles umsonst ausprobieren darf. Wir hatten uns unglaublich viel zu erzaehlen, da wir in unterschiedliche Richtungen reisen und haengten immer nochmal einen Tag dran, da wir auch einfach extrem viel Spass und eine legendaere Zeit miteinander hatten, in der wir auf Baeumen und steilen Felsen rumgeklettert sind, im Meer geschwommen sind, Delphine beobachtet haben und Party im Auto gemacht haben.

Irgendwann war es fuer uns dann aber doch wieder an der Zeit weiterzureisen, da wir noch die gesamte Westkueste sehen wollen, bevor Stephan seine Rundreise mit seinen Eltern Anfang Maerz startet und ich hoffentlich in Perth arbeiten. Ein letztes Mal Waesche waschen und Blog auffrischen bevor es ab in den wilden Norden Western Australia’s geht!

Ich hoffe, der Text hat euch jetzt nicht erschlagen, aber es gibt einfach so viel zu berichten – see you soon!

2 neue Fotoalben mit mehr Bildern gibt es wieder hier!
Hierbei muss einmal gesagt werden, dass Stephan inzwischen auch einen Grossteil der Fotos schiesst und viele gute Bilder auch auf sein Konto gehen 😉

 

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