Westcoast

By Ruben • Westcoast • 27 Feb 2012

Nach langem Warten bekommt ihr mal wieder ein Lebenszeichen und ein paar Geschichten von mir. Diesmal sogar selbst geschrieben und nicht blind kopiert ;).

Perth haben wir nach dem letzten Blogeintrag direkt wieder hinter uns gelassen und fuhren nordwaerts.

Die erste Sehenswuerdigkeit gab es in Lancelin. Direkt hinter dem Ort “wachsen” riesige Sandduenen aus dem Boden. Auf dem Weg in die Duenen, der bevorzugt mit Allradfahrzeugen gefahren werden sollte blieben wir mit unserem auf der Hitnerachse angetriebenen Santa leider stecken. Raus kamen wir mithilfe der Muskelkraft eines 4WD-Fahrers, der zufaellig vorbeikam :).


Puenktlich zum Sonnenuntergang und Vollmondaufgang waren wir bei krassen Felsformationen in einer Wueste, den sogenannten Pinnacles, um dort gute Bilder zu schiessen.
Geraldton gab fuer uns die Moeglichkeit unsere Gas- und Essensvorraete wieder aufzufuellen bevor wir dann viele Tage ohne Einkaufen lebten. Bei der Anfahrt auf Kalbarri gab es dann erstmal im marinen Teil des National Park Sandsteinfelsenkueste mit schoenen Straenden am Fusse und Delphinen im Wasser zu sehen. Auf unserer 9km langen Wanderung bei ca. 36C besichtigten wir noch die von Wind und Wasser geformten Sandsteinschluchten im Landesinneren.

Weiter noerdlich im Gebiet des Weltkulturebes “Shark Bay” machten wir halt am Shell Beach, einem Strand der bis zu 10m tief nur aus Muscheln besteht.

In Monkey Mia konnten wir wilde Delphine, die dort jeden Morgen freiwillig das Resort am Strand besuchen, ganz aus der Naehe sehen. Ausserdem nutzten wir ausgiebig die Moeglichkeit kostenlos Tennis zu “spielen” zu keonnen und uns damit mal wieder sportlich auszulasten. Ausserdem musste hier mein Bart dran glauben, seitdem bin ich meist wieder gepflegt und rasiert unterwegs ;).

Von Coral Bay aus machten wir eine Schnorcheltour zum “outer reef” des Ningaloo Reefs, das Korallenriff der Westkueste. Die Korallen waren hier nicht so farbenfroh wie am Great Barrier Reef, dafuer konnten wir hier einige Haie sehen. Noch am selben Tag fuhren wir ueber Exmouth in den Cape Range National Park (kurz NP). Da wir in der Abenddaemmerung in den Park fuhren waren die Strassen von Kaengurus bevoelkert und wir bewegten uns nur noch in Schrittgeschwindigkeit zur Campingstelle um nicht noch ein Wallaby zu ueberfahren.


Im Besucherzentrum des NP liehen wir uns noch einmal Schnorchelzeug aus um auch noch das innere Riff, das teilweise 5m vom Strand entfernt beginnt, zu begutachten. Hier konnten wir wieder Schildkroeten, Korallen, viele bunte Fische, Rochen und Haie sehen. Zur Abwechslung zum Wasser liefen wir auch noch alle verfuegbaren Wanderwege, schauten uns die Schluchten an und genossen den Ausblick auf das Riff.

Die Reise fuehrte uns nun ins Landesinnere nach Tom Price. Hier durften wir seit langem mal wieder Zeuge von einem Gewitter werden (was aber bei Temperaturen von 40C tagsueber nicht unlogisch erscheint) und sahen sogar einen Buschbrand aus sicherer Entfernung, der sich aber dank Regen nicht weiter ausbreitete.

Es folgte das Hightlight diesr Reiseetappe, ja vielleicht sogar von ganz Australien:

Der Karijini National Park

Mit der Auskunft, dass so gut wie alle Teile des Parks geoeffnet sind und nur eine Verbindungsstrasse in Folge der Wirbelstuerme noch geschlossen sei, machten wir uns auf in die erste Schlucht. Zum ende des Tracks, einem Naturpool in den Felsen, gelangte man nur durch kniehohes Wasser und wahlweise schwimmen oder seitlich an den Felsen entlangklettern.

 Auch in der zweiten Schlucht hatte der Weg sein Abenteuer und um die Kamera auch wirklich ans Ende der fuer uns ohne Kletterausruestung zugaenglichen Strecke zu bringen wurde sie in Fototasche und 2 Muellsaecke verstaut und dann vorsichtig halb schwimmend halb kletternd transportiert. Der Park ueberzeugte uns also mit seinem Abenteuer und natuerlich mit seiner Schoenheit der Felsen, Schluchten und zwischendrin das tuerkise Wasser. Auch am zweiten Tag als wir die Joffre Falls besuchten und bei unserer 4 stuendigen Wanderung auf den zweithoechsten Berg von Western Australia mit 1235m, bei der wir fast noch vom Gewitter ueberrascht wurden, waren wir Abends wieder fertig aber sehr begeistert von dem Park. Am dritten Tag machten wir uns nach einem relaxten Morgen mit einem weiteren schoenen Wasserfall und einem Bad im Circular Pool auf in Richtung Newman.

Bisher so gut wie ohne Probleme mit dem Auto schien das Glueck uns nun verlassen zu haben: Ein Plattfuss ca. 80km vor Newman und beim Reifenwechsel am Strassenrand mussten wir feststellen. dass der 2. vordere Reifen aehnlich aussah und nicht mehr lange halten wurede.


Um die Chancen ueberhaupt noch nach Newman zu kommen zu erhoehen tauschten wir den halbkaputten Reifen nach hinten und fuhren/zitterten mit 60km/h als Verkehrshindernis, selbst fuer die ueberlangen Roadtrains nach Newman. Dort mussten wir feststellen, dass wir durch die angrenzende Eisenerzmiene in der teuersten Stadt Australiens gelandet sind, sodass uns zwei neue Reifen und eine Radausrichtung (der Grund fuer den Reifenverschleiss) mit 450$ ein halbes Vermoegen kosteten. Gluecklicherweise waren ueberhaupt noch passende Reifen auf Lager, ansonsten haetten wir noch eine Woche dort verbringen muessen und ausser Eisenerz gibt es dort oben recht wenig.
Nach einer Mienentour durch die groesste Eisenerz-Abbaustelle der Welt machten wir uns auf den Weg zurueck nach Perth. 1200km Great Norther Highway, d.h. fahren, fahren, fahren und die Strasse mit vielen Roadtrains und Oversize-Transportern teilen.

In Perth angekommen versuchen wir jetzt so schnell das Auto zu verkaufen indem wir schon online eine Anzeige eingestellt haben und Flyer in den Hostels aufhaengen. Ausserdem versuche ich so schnell wie moeglich Arbeit zu finden, da ich eg schon ueberpleite bin ;).

Viel Text mit viel Inhalt, aber falls ihr immer noch nicht genug habt und noch etwas Zeit uebrig ist duerft ihr auch gerne noch die zig neuen Bilder anschauen. Es lohnt sich auf jeden Fall 🙂

Von der bisherigen Reise hat mir der letzte Reiseabschnitt am besten gefallen, wobei ich mich auch noch auf den grossen Stein (Uluru) und den Kakadu National Park freue, die ich noch bereisen will, nachdem ich hier genuegend Geld verdient habe ;).

Tags: , , , ,

5 Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*